Projektinformationen: Geschichte der Bolivianische Gebärdensprache
Kurze Geschichte der LSB Lengua de Señas Boliviana
- Vor 1932 gab es keine Hinweise auf bolivianische Gebärden und Erziehung für gehörlose Kinder
- Um diese Zeit soll es eine erste Schule in La Paz gegeben haben, in welcher gehörlose Kinder zusammen mit hörenden Kindern die gleiche Klasse besuchten
- Erst 1973 begann sich die amerikanische Gebärdensprache (ASL) zu verbreiten, als Roberto und Norah Powlison mit Catalina Sinclair (christliche Missionare aus den USA) einwanderten und die ‹totale Kommunikation› einführten (darunter versteht man den gleichzeitigen Gebrauch aller Kommunikationsformen, Gebärden, Fingeralphabet und Lautsprache miteinander)
- 1990 unterrichteten die Lehrer immer noch in ‹totaler Kommunikation›
- 1992 kam das erste Buch über die LSB heraus, dank Miguel Angel Larrazabal (Spanien) und Raymond Bradley (USA) und einer Unterstützung durch die UNICEF. 90% der Gebärden waren aber ASL
- 1998 wurde das CILS (Comité Interinstitucional de la Lengua de Señas) gegründet. Gibt einen 2. Gebärdenbuch heraus
- 2001 Gründung der AILSB (Vereinigung der Dolmetscher für bolivianische Gebärdensprache)
- 2009: Die bolivianische Gebärdensprache ist vom Staat anerkannt
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