Gebärdenlieder Kurs
Zusammenfassung des Gebärdenlieder-Kurses.
1. Nachmittag
Am ersten Tag war Theorie. Ich erklärte Grundsätzliches über die Gebärdensprache:
Auf welche Art können wir uns in Gebärdensprache ausdrücken?
- Gebärdenlieder, visuelle Musik
- Poesie
- Mimik
- Gespräche/Diskussion
- Witze und Geschichte erzählen
- Vorträge
- Theater/Dramas
Auch ein wenig Gebärdensprach-Grammatik:
Gebärdensprache hat eine eigene Grammatik, definierte Handformen, einem Gebärdenraum und genaue Mimik (zum Beispiel bei der Frage- und Antwort-Technik).
Wichtige Bewegungen und Richtungen müssen im Gebärdenlied klar sichtbar sein:
- Kopfbewegungen
- Augenrichtungen
- Handrichtungen (oben oder unten?)
- richtige Plätze/Orte im Gebärdenraum
- grosse und kleine Bewegungen
- langsame und schnelle Bewegungen.
Ein Gebärdenlied ist eine Kunst und ein persönlicher Ausdruck, darum:singe mit dem ganzen Körper!

Liisa singt voller Freude
2. Nachmittag
Am zweiten Tag: Übersetzen in Gebärdensprache
Ich erklärte kurz, wie wir Liedertexte aus Deutsch in Gebärdensprache übersetzen können. Dann probierten die TeilnehmerInnen das als Gruppenarbeit selber aus. Es war sehr interessant zu beobachten, wie die Gruppen ganz verschieden arbeiteten.
3. Nachmittag
Am dritten Tag gab ich ein Lied, das sie auswendig lernen sollten. Erinnert Ihr Euch noch an das Lied???
Die Liebe des Herrn hat keine Ende,
die Liebe des Herrn hört niemals auf.
Die Liebe des Herrn hat kein Ende.
Die Liebe des Herrn ist jeden Morgen neu
Jede Gruppe musste selber überlegen, wie sie das Lied ausdrücken wollte. Ich war sehr erstaunt, die TeilnehmerInnen haben so viele verschiedene Formen herausgefunden.
Ich hatte den Eindruck, dass die Gebärdenliedernachmittage zu kurz waren. Es gibt noch viel mehr Möglichkeiten, und so viel zu üben, wenn wir gut und schön singen lernen möchten.
Vielleicht gibt es zum zweiten Mal einen Kurs -- nächstes Jahr???